Ein Aufruf zum Handeln: Entwicklungsfinanzierung in Europa skalieren
Ein Aufruf zum Handeln: Entwicklungsfinanzierung in Europa skalieren
Vom 27. bis 29. Mai 2026 hatte die SIFEM die Ehre, die Generalversammlung der europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen (EDFI) unter dem Thema «Ein Aufruf zum Handeln: Entwicklungsfinanzierung in Europa skalieren» in Lugano (Schweiz), auszurichten. Die Veranstaltung brachte Führungskräfte der europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen sowie Aktionäre und strategische Partner zusammen, um zu erörtern, wie die Entwicklungsfinanzierung auf die globalen Herausforderungen von heute wirksamer reagieren kann.
Im Verlauf der dreitägigen Tagung tauschten die Teilnehmenden ihre Perspektiven zur Zukunft von „Blended Finance”, zur Rolle von Katalysatorkapital und zu Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit zwischen den europäischen DFIs aus. Die Diskussionen spiegelten eine gemeinsame Überzeugung wider: Nachhaltige Entwicklungsergebnisse in grossem Massstab zu erzielen erfordert stärkere Partnerschaften, innovative Finanzierungsansätze und eine wirksamere Mobilisierung von Privatkapital.
Ein zentrales Highlight des Programms war das EDFI Design Forum, das hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen, Regierungen, Wissenschaft, internationalen Organisationen und dem Privatsektor versammelte. In Plenarveranstaltungen, Podiumsdiskussionen und gemeinsamen Workshops erkundeten die Teilnehmenden, wie die europäische Entwicklungsfinanzierung sich an ein zunehmend komplexeres globales Umfeld anpassen kann, ohne dabei den Fokus auf Impact dort zu verlieren, wo dieser am dringendsten benötigt wird.
Die Tagung bot den EDFI-Mitgliedern darüber hinaus eine wertvolle Gelegenheit, Partnerschaften zu stärken, praktische Erfahrungen auszutauschen und Felder künftiger Zusammenarbeit zu identifizieren. Neben dem offiziellen Programm behandelten bilaterale Treffen wichtige Themen, darunter die Unterstützung von Finanzinstitutionen in Bangladesch und die Investitionsmobilisierung für die Ukraine.
Die Ausrichtung der EDFI-Jahrestagung war für die SIFEM als schweizerische Entwicklungsfinanzierungsinstitution von besonderer Bedeutung. Die Veranstaltung unterstrich die Wichtigkeit kollektiven Handelns in einer Zeit, in der Herausforderungen bezüglich Entwicklung immer stärker miteinander verknüpft sind und Ressourcen so effizient wie möglich eingesetzt werden müssen.
Auf die Tagung zurückblickend erklärte Mirjam Staub-Bisang, Verwaltungsratspräsidentin der SIFEM: „Das Umfeld der DFIs ist sehr komplex, denn es gilt, Entwicklungswirkung, finanzielle Performance, öffentliche Politik und nationale Interessen miteinander in Einklang zu bringen. Um die Finanzierungslücke zwischen den Entwicklungsbedürfnissen und den verfügbaren öffentlichen Mitteln zu schliessen, muss privates Kapital in grossem Umfang mobilisiert werden. Die Gespräche in Lugano haben mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass die europäischen DFI bereit sind, von der Koordinierung zum Handeln überzugehen.“
Wir möchten allen EDFI-Mitgliedern, Aktionären, Referentinnen und Referenten sowie Partnern danken, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Das durchweg positive Feedback der Woche spiegelte den echten Mehrwert wider, den das Zusammenbringen der europäischen Entwicklungsfinanzierungsgemeinschaft schafft: zum Austausch von Ideen, zur Hinterfragung bestehender Annahmen und zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft der Entwicklungsfinanzierung.
Wie die Diskussionen in Lugano gezeigt haben, war der Bedarf an katalytischen und kollaborativen Investitionen nie grösser. Die SIFEM freut sich darauf, die Zusammenarbeit mit der EDFI und ihren Mitgliedern fortzuführen, um nachhaltige Investitionen zu skalieren und eine inklusive Wirtschaftsentwicklung weltweit zu fördern.
Die Veranstaltung bot dem scheidenden SIFEM-Präsidenten Jörg Frieden zudem die Gelegenheit, sich von einer Gemeinschaft zu verabschieden, in der er sich mehr als acht Jahre lang aktiv engagiert hatte – sehr zur Wertschätzung aller Mitglieder.
Rekordhohes Investitionsvolumen zum dritten Mal in Folge zu Beginn einer neuen strategischen Periode.
Rekordhohes Investitionsvolumen zum dritten Mal in Folge zu Beginn einer neuen strategischen Periode.